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Die historische Märkerstraße

Die Märkerstraße ist die historisch bedeutenste Straße der Stadt Halle. Ein Spaziergang lohnt sich.

Märkerstraße 18Unser Restaurant und unseren Biergarten finden Sie ungefähr 300 Meter vom Maktplatz  in der historisch bedeutsamen Großen Märkerstraße 18. Die Große Märkerstraße 18 ist ein Wohnhaus, das 1890 errichtet wurde. Aber bereits im 16. Jahrhundert befand sich hier ein Wohnhaus unter der Anschrift Ulrichsviertel 408. Der erste bekannte Besitzer waren Hans und Gregor Müller.

Die Große Märkerstraße ist hinsichtlich der erhaltenen historischen Bausubstanz der bedeutendste spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Straßenzug im Denkmalbereich der historischen Altstadt von Halle. Sie ist als Verbindung zwischen Marktplatz und Kleinem Berlin um 1200 entstanden. 1315 wurde sie als Merkerstraße nach dem im Mittelalter bedeutenden halleschen Geschlecht der Merkline benannt. Nach dem Brand im Jahr 1693 wurde sie bis zum Großen Berlin verlängert und ist besetzt mit anspruchsvollen Patrizierhäusern des 16. bis 19. Jahrhunderts, die die ältesten Häuser mit mittelalterlicher Kernsubstanz  von Halle darstellen.

Die Märkerstraße zählt in vielerei Hinsicht zu den historisch bedeutsamen Straßen der Stadt Halle. Sie ist bekannt als die Professorenstraße. Bereits im 17. Jahrhundert gründete Jean Michael Milie, genannt le Fleur, Kammerdiener des Administrators Herzog August von Sachsen, eine Erziehungsanstalt für vornehme, junge Leute. Als Wiege der Universität entwickelte sich daraus 1688 die Ritterakademie. Märkerstraße 22Sie wurde Halles erstes Hochschulzentrum. Standen zunächst höfisches Benehmen und das Erlernen der französischen Sprache im Vordergrund. Es etablierten sich jedoch bald die klassischen Künste einer Universität. Noch heute sind die reichdekorierten Innenräume der Bau- und Kunstdenkmalpflege des Landes Sachsen-Anhalt ein Beispiel für die Pracht damaligen kulturellen Selbstverständnisses.
Große Märkerstraße 7Namhafte Gelehrte und Ärzte, wie der erzbischöfliche Leibarzt Georg Laurea, praktizierten bereits im 16. Jahrhundert in der Großen Märkerstraße. Anfangs waren Vorlesungen im privaten Ambiente keine Seltenheit. Der Anatom Philipp Adolph von Boehmer, Sohn des berühmten Juristen Justus Hennig von Boehmer, führte in seinem damaligen Haus anatomische Übungen durch. Die ausgedehnten Kelleranlagen boten für seine Präparate genügend Raum.
Der berühmte Philosoph Christian Wolff hielt im Obergeschoß des heutigen Stadtmuseums, dem Großen Saal, seine Vorlesungen.Große Märkerstraße 10, Stadtmuseum
Im Vorgängerbau des „Groben Gottlieb“ ließ der Rechtsgelehrte Johann Christian Woltär die Gasträume in einen Vortragssaal der Jurisprudenz umbauen. Auch der Physiker Hermann Knobloch wohnte 10 Jahre in der Großen Märkerstraße. Unter seiner Präsidentschaft wurde die Leopoldina in Halle 1878 Sitz der deutschen Akademie der Naturforscher. Vielfach praktizierten die Professoren in ihren Wohnhäusern, so auch der beliebte Arzt Wilhelm Hermann Niemeyer.
Die ellenlange Liste berühmter Gelehrter der Jurisprudenz, Theologie, Philosophie und Medizin ist bis in das 19. Jahrhundert ungebrochen. Dreyhaupts „Lebensbeschreibungen der Halleschen Gelehrten“ aus dem 18. Jahrhundert wurde erst jüngst von dem langjährigen Stadtarchivar Halles, Werner Piechocki, mit kriminalistischem Spürsinn erweitert. Sie bieten zahlreiche Facetten der wechselvollen Geschichte der Häuser und ihrer Bewohner.

Mehr Informationen siehe http://de.wikipedia.org

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Foto: Märkerstrasse, privat

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